Marienplatz-Fußgängerzone-Kopie

Käthe deKoe: Marienplatz

von Simone Bauer

Jahr: 2012, Woche: 33

Der Marienplatz. Nackt. Verschwommen. Geheimnisvoll. „Ganz lang her ist das schon“, sagt Itje Kleinert alias Käthe deKoe und meint das Bild vom Untergeschoss. Damals habe sie sich noch ausprobiert. Dort unten war sie völlig fasziniert von der Hektik und den vielen Leuten. Man sieht dort, „dass man in der Stadt anonym ist“. Ihr gefalle das Foto besonders, weil so viel Bewegung darin sei – „und doch ist es irgendwie zugefroren“. Schönes Bild. Dann lacht sie und erzählt, dass sie sich mit diesem und anderen Werken mal in London beworben hätte. Ohne Erfolg, die Mappe kam wieder zurück. „Nur dieses Bild, das haben sie behalten.“

Itje Susanne Kleinert nennt sich Käthe deKoe und ist seit Jahren nicht mehr aus der Münchner Indie-Szene wegzudenken. Als Fotografin auf Konzerten zum Beispiel, etwa für das LAXMag.
Für die junge Fotografin ist München „ein Dorf, das gefangen in einer Großstadt ist“. Die Alpen vor den Fenstern von Käthes Wohnung, die Gerüche der Stadt, die alten Häuserzeilen, die unterschiedlichen Stadtteile – all das reizt sie. „Selbst die Arroganz und die Oberflächlichkeit der Menschen mag ich, denn diese kann man durchbrechen, wenn man will, und dann sind es die nettesten Menschen.“

 

 

Christopher Klaus: Hauptbahnhof

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“Mein München” – alle Fotografen im Porträt: http://www.sz-jugendseite.de/kategorie/mein-munchen/

Mehr von Käthe: http://www.flickr.com/photos/itjehttp://www.laxmag.de, https://www.facebook.com/kaethedekoe, http://www.bildarchiv.kleinert.de

Mehr mit Käthe: http://www.sz-jugendseite.de/neue-helden-der-nacht/

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