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Julia Thalhofer: Marienplatz

von Marie Schoeß

Jahr: 2012, Woche: 25

Es ist der Versuch, einen Moment Zeitlosigkeit einzufangen: „Das Bild verrät nicht, wann es gemacht wurde, weil ich die Menschen und all das, was sich verändert, aus dem Bild herausgelassen habe, ich habe nur das fotografiert was bleibt“, sagt Julia Thalhofer. 2009 ließ sich die Studentin durch München treiben – eine kleine Fotoreise nennt sie das. Entstanden ist dabei auch das Bild vom Marienplatz, aufgenommen vom Spielzeugmuseum. Einem Ort, den die Münchnerin besonders mag, „weil er trotz des Rummels irgendwie etwas Beruhigenden hat und etwas Altes. Etwas, was immer bleibt. Zumindest seitdem ich mich erinnern kann.“

Es sind vertraute Plätze, ein verwilderter Innenhof oder eine einfahrende U-Bahn, die sich in der Bewegung an den bunten Bahnhof anzuschmiegen scheint. Und doch versucht Julia Thalhofer, 24, den Blick für Unbekanntes mit auf ihre Fotoreisen durch München zu nehmen: „Ich versuche mich so zu verhalten, als würde ich München nicht kennen, als wäre alles neu für mich. Wir haben so viele schöne Plätze, Gebäude, Hinterhöfe, die so selbstverständlich sind, weil man sie jeden Tag sieht. Aber wenn ich aus einer anderen Stadt zurückkomme und dann durch München ziehe, kann ich es anders sehen.“

 

 

 

Christopher Klaus: Hauptbahnhof

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“Mein München” – alle Fotografen im Porträt: http://www.sz-jugendseite.de/kategorie/mein-munchen/

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