Fjords-Kopie

“Unser Sound ist dreamy”

von Franziska Nicolay

Jahr: 2012, Woche: 24

Ein Umzug bringt Entbehrungen und Neuheiten mit sich. So war es auch bei Eduard, der sein Schlagzeug in der alten Wohnung zurücklassen musste. Dafür lernte er Alex kennen, mit dem er seit einem Jahr unter dem Namen Fjords musiziert. Statt des Schlagzeugs kommt nun die Ukulele zu Gehör und sorgt für verträumte Urlaubsklänge. Am Donnerstag, 5. Juli, spielen sie beim Stadt-Land-Rock-Festival - hier ein Interview mit Eduard.

Wie kommt man darauf ein Band zu gründen, die Bedroom-Pop-Musik macht?

Fjords ist ein SoloProjekt, das ich 2006 gestartet habe, als ich wieder nach München gekommen bin …

Wie ist dann Alex dazu gestoßen?

Ihn habe ich bei der Open-Stage im Café Cord kennengelernt. Er hat da mal gespielt, ich auch. Wir haben gemerkt, dass wir den gleichen Geschmack haben. Da haben wir dann beschlossen, dass wir gemeinsam etwas machen wollen?

Und er ist dann bei dir mit eingestiegen?

Ja genau.

Was hat es denn eigentlich mit dem Bandnamen Fjords auf sich?

Du kennst doch bestimmt die Flüsse in Island oder Norwegen?

Ja, die kenne ich.

Ich wollte eben verschiedene Musikrichtungen machen. Verschiedene Stile vereinen. Ich habe da eben eine Ähnlichkeit zu Fjorden gesehen.

Du meinst, dass bei euch wie bei einem Fjord viele verschiedene Ströme zusammenfließen?

Genau. Ich würde unsere Musik als Experimental-Indie beschreiben. Als Pop – weiß ich nicht. Irgendwie ist ja alles Pop, was gut ist… Unser Sound ist dreamy, wie eine Welle. Ich spiele ja Ukulele, Alex Keybord und manchmal eine vierseitige Gitarre – das klingt ähnlich wie eine Ukulele. Das ergibt einen – wie ich finde – einmaligen Sound.

Foto: Bojan Ritan

Wie bist du denn zur Ukulele gekommen? Normalerweise gehört doch zu Indie-Bands eher Gitarren-Sound?

Eigentlich bin ich Schlagzeuger. Ich spiele schon, seitdem ich 13 bin – auch schon in verschiedenen Bands von Punk über Alternative und dann eben zu Indie. Als ich 2006 nach München kam, konnte ich mein Schlagzeug nicht mitbringen. Da habe ich mir einfach eine Ukulele genommen.

Du konntest also schon Ukulele spielen?

Nein, das habe ich mir dann erst mal selbst beigebracht. Ich denke, da kommt auch der Einfluss der Band “Beirut” bei mir durch, aber ich finde, dass wir uns trotzdem einzigartig anhören.

Und mit der spielst du jetzt auch bei Stadt-Land-Rock?

Ja klar…

Was erwartet ihr euch denn von dem Auftritt?

Wir nehmen unsere Musik natürlich ernst und das ist eine große Bühne für uns. Es wäre natürlich super, wenn sich danach irgendetwas ergeben würde, wir wären voll dabei. Aber in der ersten Linie geht es um den Spaß dabei, vor allem wollen wir, dass das Publikum auch Spaß hat.

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