SophiaLorenz_derMann

Sophia Lorenz: Münchner Freiheit

von Marie Schoeß

Jahr: 2012, Woche: 30

Es sind ganz gewöhnliche Momente, die Sophia Lorenz einfangen möchte. Momente, für die sie sich an Orte wie den Bahnhof Münchner Freiheit setzt, bis sie nicht mehr zu erkennen ist als eine Fotografin, die auf den Augenblick wartet. Auf U-Bahnhöfen wartet die 21-Jährige dabei recht häufig. Es ist eine für sich abgeschlossenen Welt ohne Tageslicht, wie Sophia selbst sagt, und: „eine für den Menschen absolut unnatürliche Umgebung, in der er zurechtkommen muss.“ An der Münchner Freiheit ist auch das Bild entstanden, das ihr selbst besonders gefällt. Einen Tag lang hat sie sich hingesetzt, um dieses Gefühl einzufangen versucht: „Was ich an der Aufnahme besonders gerne mag ist der Aufbau – es wirkt beinahe wie eine Theaterkulisse, der Mann in der Mitte als Protagonist der Szene.“

Das Studium der Kommunikationswissenschaft war ihr zu theoretisch – und sie entschied sich um: für Foto- und Kommunikationsdesign. So ganz auf die digitale Fotografie umsteigen will sie aber nicht. Analog fotografiert sie am liebsten, da bleibt sie gerne bei ihren Anfängen. Doch sie hat sich weiterentwickelt, wartet auf Augenblicke, die sie mit ihren Fotos festhalten möchte. Auf Reisen, wo alles noch neu erscheint, findet sie leicht ungewöhnliche Motive. In München, wo ihr alles vertraut erscheint, tut sie sich da ein wenig schwerer: die Besonderheit der Motive gilt es erst einmal neu zu entdecken.

 

 

 

Christopher Klaus: Hauptbahnhof

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“Mein München” – alle Fotografen im Porträt: http://www.sz-jugendseite.de/kategorie/mein-munchen/

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