Bandfoto - Piccadilly Backpackers

Bayrisch-japanische Party im Schlafsaal

von Franziska Nicolay

Jahr: 2012, Woche: 27

Ihre großen Vorbilder sehen die Fünf von der Band Piccadilly Backpackers in den Größen des Indie-Rocks und der Rock- und Pop-Musik der 60er Jahre. Sie vereinen irgendwie beides in ihrer Musik, dazu kommt aber noch eine sehr experimentierfreudige Komponente, die es schwer macht, ihre Musik in eine Schublade zu packen.

Das Quintett der Piccadilly Backpackers schielt nicht nur irgendwie auf die Insel, sie wollen auch großen Indie-Rock machen. So fiel auch die Wahl des Bandnamens nicht zufällig  auf den Namen einer Herberge, in der sie während eines London-Aufenthaltes geschlafen haben. Große Vorbilder stammen aber nicht nur aus dieser Zeit: Die Fünf sind fasziniert von den Beatles, Kinks oder Rolling Stones. Doch der Britpop bleibt klar erkennbar das große Ziel der Band, doch sind sie dabei sehr experimentierfreudig.

Das könnte an der Konstellation der Band selbst liegen: vier bayerische Buam, wie sie sich selbst bezeichnen, und eine japanische Lady. Yoko, die eigentlich die Drums schlägt, verfasst auch die Texte – auf Japanisch. Die werden dann wieder ins Englische übersetzt. Schon eine Eigenart, die sich in vielen Liedern in der Melodie wiederfindet. An mancher Stelle hört man anstatt des Keyboards eine Orgel spielen oder auch eine Mundharmonika. Der Einfluss der 60er Jahre lässt sich an solchen Stellen kaum verbergen. Doch dann wird wieder das Tempo gewechselt und es folgt ein wildes und lautes instrumentales Intermezzo.

Dieses Auf und Ab, laute Drums und leise treibende Beats, von an Südsee-Klängen erinnernde Melodien zu einem Party-Sound, lässt sie unverwechselbar klingen. Experimentierfreudig spielen sie sich raus aus der großen Schublade des Indie-Rocks und entwickeln ihren eigenen Stil.

 Piccadilly Backpackers spielen am vierten Abend des Stadt-Land-Rock-Festivals

https://www.facebook.com/band.piccadillybackpackers#!/events/229211963861561/

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