Laura Holder: Gebsattelberg

Laura Holder: Gebsattelberg

von Leonie Teisner

Jahr: 2013, Woche: 28

Zwei Monate lang stand dieses Sofa mitten auf dem Gehweg vor ihrer Haustür. Von Wind und Wetter geplagt - und kein Mensch hat sich dafür interessiert. Bis auf Laura Holder: „Die Leute laufen daran vorbei und sehen es nicht." Die Fotografin will mit ihren Bildern den Blick auf Dinge lenken, welche die Menschen auf der Straße gar nicht mehr wahrnehmen. Das kann eine Zahnbürste auf dem Boden, eine kleine Notiz am Baum oder eben ein Sofa auf dem Gehweg sein. „Es passt nicht in dieses Bild hinein und wirft Fragen auf."

„Dinge und Momente festhalten, die andere Menschen auf den ersten Blick nicht wahrnehmen“ – das fasziniert Laura Holder an der Fotografie. Vor vier Jahren bekam sie ihre erste Lumixkamera geschenkt. Seitdem ist die junge Fotografin eigentlich nirgendwo mehr ohne Kamera anzutreffen. „Ich suche mir meine Taschen so aus, dass meine Kamera hineinpasst. Denn überall kann man etwas Besonderes entdecken.“, sagt die 20-Jährige. Laura Holder studiert Medien- und Kommunikationsdesign in München, neben dem Studium betreibt sie Eventfotografie bei den Nachtagenten. Später würde sie gerne die Fotografie mit einem Beruf in der Werbebranche verbinden. 2013 bei der Ausstellung der „Young Munich Creatives“ konnte sie erstmals eigene Bilder zeigen. Besonders Detailfotos haben es der jungen Fotografin angetan. „Die Betrachter sollen sich bei dem Bild denken: Warum habe ich das nicht gesehen?“

 

 

Christopher Klaus: Hauptbahnhof

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“Mein München” – alle Fotografen im Porträt: http://www.sz-jugendseite.de/kategorie/mein-munchen/

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