Stadt-Land-Rock - die Bands im Porträt (XII und Ende): Ginger Redcliff

von Franziska Nicolay (Jahrgang 1986)

Jahr : 2010, Woche : 29

Das Stadt-Land-Rock-Festival, veranstaltet von der SZ-Jugendseite und dem Sommer-Tollwood, geht heuer ins siebte Jahr. Fast 100 junge Bands haben sich für eine Auftrittschance auf dem Tollwood-Festival beworben – mittlerweile hat eine Jury zwölf Bands ausgewählt. Von heute an wird jede Woche auf unserer Internetseite www.sz-jugendseite.de eine Band vorgestellt. In der letzten Folge widmen wir uns heute Ginger Redcliff

Ginger Redcliff ist eigentlich Hanna Plass – unterstützt von Tom Bola. Den Namen hat Hanna von ihrer kleinen Schwester. Die fand nämlich, Hanna ist ein Star - und braucht dafür den passenden Namen: Ginger steht für die Energie dahinter, red für die Liebe und Schärfe und das Cliff soll in gewisser Weise noch Gefährlichkeit hineinbringen. Hanna alias Ginger fand das so nett, dass sie ihn gleich als Künstlernamen behielt.

Zuerst hat Ginger alleine Musik gemacht, irgendwann aber gemerkt, dass das nicht funktioniert. Als sie nach München kam, fand sie ihren musikalischen Traummann – Tom Bola. Er habe enorme Erfahrung mitgebracht, die Ginger Redcliff weiterbrachte. Und die Erfahrung brachte auch Perfektionismus mit. Sie bauen Neues auf und reißen Altes ein im Minutentakt, da bricht die perfektionistische Ader von Tom durch. So wurden die Aufnahmen für die erste EP zahlreiche Male wiederholt. Aber dahinter steckt auch der Versuch mit Stilen zu brechen, die schon mal da waren.

Ginger mag es überhaupt nicht, wenn sich ihre Lieder zu sehr ähneln. Deswegen ist auf ihrem Klavier momentan eher Moll und Dur angesagt. Bevor sie in verschiedenen Bands mitgewirkt hat, hat sie Ginger gar keine andere Musik gehört, sagt sie zumindest. Als sich das änderte, änderte sich aber auch ihr Songwriting. Ginger lässt sich zumeist aber von ihrem Leben inspirieren. Wenn es sie gerüttelt hat, setzt sie sich an ihr Klavier. Es ist ihr Ruhepol. Auf diese Weise versucht sie, ihren Liedern Atmosphäre einzuhauchen. Was sie gerade bewegt,  verarbeitet sie am Klavier. Die Atmosphäre einfangen wollten sie auch bei ihrem ersten Videodreh. „Es war wie ein schöner Spaziergang über den Rummel“, erklärt Ginger. Gedreht wurde auf dem Frühlingsfest auf der Theresienwiese und gefilmt haben sie einfach das, was ihnen vor die Nase kam.

Atmosphäre ist einfach wichtig für Ginger Redcliff. So hofft sie, dass sie zusammen mit Tom Bola gut in die Atmosphäre des Tollwoods bei ihrem Auftritt bei Stadt, Land, Rock am 25. Juli reinpassen wird. Sie mag dieses Festival so gerne, da von der Wahrsagerin bis hin zum abgefahrenen Himbeeressig alles vertreten sei. Gerne möchte Ginger Redcliff diese Atmosphäre musikalisch abrunden über den Bogen hinaus zu den Sternen und dann am liebsten den Höhepunkt des Abends bilden.

  

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