Stadt-Land-Rock - die Bands im Porträt (IX): Goldline

von Franziska Nicolay (Jahrgang 1986)

Jahr : 2010, Woche : 29

Das Stadt-Land-Rock-Festival, veranstaltet von der SZ-Jugendseite und dem Sommer-Tollwood, geht heuer ins siebte Jahr. Fast 100 junge Bands haben sich für eine Auftrittschance auf dem Tollwood-Festival beworben – mittlerweile hat eine Jury zwölf Bands ausgewählt. Von heute an wird jede Woche auf unserer Internetseite www.sz-jugendseite.de eine Band vorgestellt. In Folge IX widmen wir uns heute Goldline.

Goldline – das sind Miriam, Andreas, Stefan, Teo und Manuel. Und gleichzeitig sind sie auch der Grund für ihren Bandnamen: Fünf Musiker mit jeweils unterschiedlichen musikalischen Vorlieben, Vorstellungen und Vorsätzen. Da hat es schon ein paar Monate gedauert, bis sich ein passender Bandname gefunden hat. Aber Goldline ist dafür goldrichtig, finden sie selbst. Der Name soll die fünf auf ihrem goldenen, das heißt richtigen, musikalischen Weg beschreiben.

Und diesen scheinen sie tatsächlich zu beschreiten. Die Band gibt es erst seit 2009, aber was sie seitdem erreicht haben, beeindruckt sie selbst: ihr erstes Demo-Tape schickten sie an Bayern 3. Am nächsten Tag hörten sie sich selbst in der Newcomer-Sendung. Miriam zählt diesen Tag zu einer der schönsten Erfahrungen von Goldline, denn Andi hatte an jenem Tag auch noch Geburtstag. Dann bereits im November 2009, hatten sie die ersten Studioaufnahmen abgeschlossen. Auf die EP „Microgrämm“ folgten zahlreich positive Kritiken. Natürlich sind sie überrascht, wie schnell das alles ging und in welch kurzer Zeit. Aber die fünf haben so eine Ahnung, warum das so ist. „Wir sind einfach fünf Leute mit unterschiedlichen Vorlieben.“

Es sei zwar oft schwierig, sich auf etwas zu einigen, aber wenn sie sich dann geeinigt haben, gefalle es auch immer allen verdammt gut. Das sei auch das Erfolgsrezept von Goldline. Wenn es ihren eigenen Ansprüchen genügen muss, deckt das schon eine große Bandbreite ab. Also ist es nicht verwunderlich, dass sie Fans aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen haben.

Goldline ist nicht einspurig. Vielmehr zweispurig. Auf der einen Seite stehen die tanzbaren rockigeren Synthpop-Lieder und auf der anderen die leidenschaftlichen und gefühlsorientierten Lieder. Das wollen sie am 23. Juli bei ihrem Auftritt bei Stadt, Land, Rock zeigen. Sie wollen leidenschaftliche, aber auch mitreißende Musik zum Besten geben. Und meistens haben sie Erfolg damit, denn laut Miriam haben sie noch kein Konzert erlebt, bei dem die Leute still stehen.

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