36. Woche 2010

  • Groß und Klein

    Abschied und Anfang: Groß und Klein

    Erwachsen werden die meisten - irgendwann. Nur das „Wie“ unterscheidet sich. Eines haben Situationen, nach denen man sich reifer fühlt, jedoch gemeinsam: Man macht Erfahrungen zum ersten oder letzten Mal. Heute: zum letzten Mal die Große. >>>>>

  • Und keiner ruft an

    Gebucht hatte ich eigentlich nur sieben Tage Urlaub. Nur für mich. Einfach mal entspannen, die Seele baumeln lassen und Sonne tanken. Einfach nichts tun. War auch alles gut und schön. Bis zum Tag meiner Abreise. Bis die nette Dame an der Rezeption sagte: „Sie können heute nicht abreisen, alle >>>>>

  • Intensive Gefühle

    Laut, schmutzig und irgendwie anstrengend. So sind kleine Kinder. So dachte ich bis jetzt, dass kleine Kinder sind. Selbst haben wollte ich nie eines. Sollen doch die anderen. Eine dänische Bulldogge hätte wohl mehr Muttergefühle in mir wachrufen können als so ein Knirps. Aber seit einigen >>>>>

  • Verwegen harmonisch

    Eine Matratze. So habe ich mir meine Studienzeit vorgestellt. Eine Matratze auf dem Boden eines heruntergekommenen WG-Zimmers. Dieses Bild war alles, was ich jahrelang mit meinem zukünftigen Studenten-Dasein verknüpfte. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Ich habe in meiner ersten Uni-Woche >>>>>

  • Sorgen wie Mama

    Ich mag Kinder. Keine eigenen, bin schließlich erst 23. Ich will Patentante sein. Die beste. Lustigste. Coolste. Gut, dass meine Schwester Mama wurde. Am Anfang war es süß, das kleine Baby auf dem Arm zu haben. Die kleine Emma. Jetzt macht es höllischen Spaß, mit Emma Unfug zu treiben. Und >>>>>

  • Fremdes Terrain

    Meine Mutter braucht eine Schulbestätigung. Irgendetwas mit dem Kindergeld und der Steuer. Drei Jahre ist es jetzt her, dass ich die Schulbank gedrückt habe. Immer die gleichen Leute, die man schon so lange kennt. Der gleiche Tagesablauf, die gleichen Lehrer, derselbe Unsinn, den man stiftet. >>>>>

  • Netter Quälgeist

    Endlich Semesterferien. Das dachte ich, als die Schwellung nach meiner Weisheitszahn-OP endlich nachließ. Von wegen, dachten wohl meine Nieren, die kurzfristig entschlossen, sich zu entzünden. Also noch eine Woche Bettruhe. Ich tat mir leid. Und langweilte mich schier zu Tode, bis ich in meinem >>>>>

  • Absolut lächerlich

    Bestellt habe ich ein Antipasti-Vollkornbaguette und Cola light. Was bekomme ich? Kalte, frittierte Hühnerstückchen auf einer Mohn-Semmel. Cola ist übrigens aus. Ich kann diese fettigen Hühnerteile nicht leiden, und Mohn bleibt scheußlich zwischen den Zähnen hängen. In diesem Moment spüre ich es >>>>>

  • Haftcreme fürs Leben

    Ich würde nicht behaupten, ich sei ungeschickt. Es ist nur so, dass ich, was Verletzungen angeht, einfach ein bestimmtes Talent entwickelt habe. Sei es der Nasenbeinbruch auf einer Eisplatte oder der Sturz mit einer Glasflasche, weswegen die Ärzte beinahe meinen Finger amputiert hätten. >>>>>

  • Stolz statt Tränen

    Die ersten einundzwanzig Jahre meines Lebens habe ich die Superheldin gespielt. Zumindest, wenn Zeugen in Reichweite waren, die meine schwachen Momente meinem damaligen Verständnis nach gegen mich hätten verwenden können. Dass diese Zeugen Freunde oder Familienmitglieder waren, die stets nur >>>>>

  • Kaltes Herz, warme Hand

    Ich liege im Bett und bin sauer. Neben mir mein Freund. Der hat sich weggedreht und atmet ruhig und tief. Einfach eingeschlafen ist der, obwohl ich noch hätte reden wollen. Der Streit davor: Nichtigkeiten. Ich war ohnehin schon schlecht gelaunt, er war spät dran, und ich fühlte mich ganz verlassen >>>>>

  • Allein mit Mantra

    Alles ist so kompliziert geworden. So anstrengend. Bilde ich mir das ein, oder war früher alles einfacher? Gut – ich bin nicht die Erste, die von Zuhause ausgezogen ist und nun ihren Haushalt alleine schmeißen muss. Ich bin auch nicht die Einzige, die sich an eine neue Stadt, eine Uni, an einen >>>>>

  • Allein unter Pärchen

    Eigentlich hatte ich nie ein Problem damit, Single zu sein. Ich komme gut alleine klar. Viel besser, als wenn da immer noch einer ist, auf den man achten muss. Auf den man Rücksicht nehmen muss. Um den man sich kümmern muss. Der Aufmerksamkeit braucht. Ich bin alleine schon anstrengend genug. >>>>>

  • Stenz in Light-Version

    Liebe, flüstert sie und weiß gar nicht, was sie da tut. Liebe, sagt sie noch einmal, und ich muss lachen. Sie sagt es schroff, als würden sich die Konsonanten an den Vokalen reiben. Es klingt einfach falsch aus ihrem Mund. L-i-e-b-e, sagt sie langsam und vorsichtig jetzt. Aber mir gefällt es >>>>>

  • Wütend und hilflos

    Wer einen Rat sucht, ist bei mir gut aufgehoben. Dachte ich. Wer ein Stück von meinem Lebenserfahrungskuchen braucht, auch. Dachte ich. Ich könnte, ohne damit angeben zu wollen, einen tausendseitigen Lebensratgeber schreiben - zu allen möglichen und unmöglichen Situationen, in die einen das >>>>>

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