36. Woche 2010

  • Endlich Durchschnitt

    Der wohl beste Torhüter, den diese Welt je gesehen hat, Olli Kahn, sagte vor kurzem in einem Interview, dass Gelassenheit ein Zeichen von Durchschnitt sei. Niemand will durchschnittlich sein, niemand, schon gar nicht Olli Kahn. Und das ist auch gut so. Sagte Klaus Wowereit, ein anderer nicht >>>>>

  • Angst vor der Zukunft

    Rebellionen gehen meistens von Ängsten aus. Menschen haben Angst, erniedrigt oder versklavt zu werden, Opfer einer diktatorischen Gewaltherrschaft zu werden, einfach gesagt: ihrer Freiheit beraubt zu werden. Nun, diese Zeiten sind in Deutschland zum Glück vorbei. Und sofern nicht Sodom und >>>>>

  • Der Traum in Nylon

    Als ich in die neunte Klasse kam, gerade zwei Jahre Marcus et Claudia in colosseo sunt gelernt und das erste Mal Hand an meinen Bart angelegt hatte, da kam er, der Traum in Nylon. Er schwebte ins Klassenzimmer, nur sanft umgeben von einem Hauch Seide und doch so verschlossen. Die Haare leger, >>>>>

  • Nur die Verpackung zählt

    Bücher wirken auf zwei Wegen: Zum einen auf dem des Inhaltes (schwierig, da man das Buch ja dann wirklich lesen muss), zum anderen auf dem der äußeren Beschaffenheit (wesentlich einfacher, da reicht es das Buch einfach anzuschauen). Für mich hat vor allem der zuletzt genannte Weg eine große >>>>>

  • Nichtraucher sein, auch wenn es isoliert

    „In der siebten Klasse, wir standen damals circa 300 Meter vom Schulgelände entfernt, schwor ich vor zwei Schulfreundinnen, niemals zu rauchen. Ich empfand den Geruch von Zigaretten damals wie heute als übel, ätzend und belästigend. Zu meinem Glück hatten sich die Worte von damals anscheinend >>>>>

  • Miese Zeiten

    Jugend- heute- früher. Drei Wörter, aus denen sich schnell und unkompliziert eine Reizwortgeschichte spinnen ließe. Die ginge dann ungefähr so: Die Jugend von heute ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war. Fertig, mehr gibt es nicht zu sagen. Besonders ältere Leute besinnen sich gerne >>>>>

  • Bewegen, aber sich nicht vereinnahmen lassen

    Renate Künast wollte eigentlich auch nach Ebersberg kommen. Doch dann hatte die Verbraucherschutzministerin der Grünen doch keine Zeit. An ihrer Stelle machte am Samstag dafür eine andere junge und resolute Frau Wahlkampf auf dem Ebersberger Marienplatz: Katrin Moder, 21 Jahre, Jurastudentin aus >>>>>

  • Irgendwann muss man einfach ausziehen

    An der Wand hängt ein Popperschwein. Es grunzt und stinkt nicht, hängt einfach da und macht keine Popmusik. Es ist ein Poster. Neben ihm dienen zwei Dutzend Flaschen als Staubfänger während Simon, 21 Jahre, auf der Couch lümmelt und versucht, gegen das Stimmengewirr in seiner Wohnung >>>>>

  • Armer Prinz

    Aus dem Knirps ist ein Mann geworden: Prince William ist 20. Der älteste Sohn von Prinzessin Diana lässt damit die unrühmliche „Epoche“ des Teenie-Seins hinter sich, nur um sich in die nicht minder grausigeren Twens zu begeben. Was erwartet ihn? Mit Sicherheit kein einfaches Leben. Er wird sich >>>>>

  • Wenn Jugendliche für ihre Träume leben

    Er hat die Fäden in der Hand. „Los!“, schreit sie und er rennt los. Immer schneller, so lange bis der Drachen endlich am Himmel flattert, frei und beinahe schwerelos. Die Blicke der beiden Jugendlichen treffen sich, während der Drachen wie eine Feder zu Boden sinkt. Der Junge lässt die Fäden aus >>>>>

  • Für 15 Minuten weltberühmt

    Andy Warhol, dieser Künstler mit den Suppendosen und dem quietsch-bunten Madonna- Portrait, sagte einmal, dass in der Zukunft jeder Mensch für 15 Minuten weltberühmt sein werde. Als Warhol 1987 starb, steckte das Internet noch in den Kinderschuhen und der Künstler hatte keine Ahnung, welch' >>>>>

  • Sushi und Jörg Heinrich

    Zur Zeit grassiert wieder einmal so ein Trend, der sich da wohl Sushi nennt. Und (nicht nur, aber auch) weil sich der letzte Satz reimt, muss dieser Trend ja auch irgendetwas an sich haben. Drei Zeilen, und schon ist der thematische Bogen zur nahenden Fußball-WM in Japan und Südkorea geschlagen. >>>>>

  • Transzendente Energie und andere Hilfen

    „Schalke ist eine Religion“, sagt man. Überträgt man dieses „Glaubensbekenntnis“ auf das Fußball-verrückte Deutschland, so könnte man vermuten, wir lebten in einem Land voller religiöser Fanatiker. Das ist aber nicht so, im Gegenteil: Religion verliert an Bedeutung im Leben, gerade bei jungen >>>>>

  • Figo sei Dank

    Juhu! Wir Männer freuen uns. Wir freuen uns darüber, dass bei dieser WM auch den Frauen etwas geboten wird. Beckham, Figo, Lizarazu – danke an alle euch Fußballgötter. Ihr macht den Fernsehnachmittag erträglich. Vorbei die Zeit der Fragen und Aussagen wie „Wieso pfeift denn der Schiedsrichter >>>>>

  • Nur eine Vermutung

    975 Stunden und 500 Euro – das ist der Unterschied zwischen einem Neuntklässler aus Unna in Nordrhein-Westfalen und einem Neuntklässler aus Ebersberg in Bayern. Am Ende der schwersten aller Klassen, jener neunten nämlich, hat (nennen wir ihn der Einfachheit halber Franz) der bayerische Schüler 975 >>>>>

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